Ernährungsirrtümer Teil 8 – Obst

Obst ist lecker, enthält viele Vitamine und ist ein toller Snack für den kleinen Hunger zwischendurch. Der hohe Anteil Fruchtzucker (Fruktose) macht unser Obst zwar schön süß, aber sollte man nicht auch bei Obst auf die Größe der Portion achten? Wie viel Obst dein Körper wirklich braucht und ob bestimmte Obstsorten das Geheimrezept zum Glücklichsein sind erfahrt ihr im 8. Teil der Ernährungsirrtümer.

Obst kann man so viel essen wie man will

Vorsicht! Obst ist zwar gesund, aber enthält auch viel Fruchtzucker und ist nicht kalorienfrei. Um den aufgenommenen Zucker im Blut zu regulieren muss die Bauchspeicheldrüse ständig Insulin ausschütten und auch das Glukagon, ein Hormon das für die Fettverbrennung verantwortlich ist, kann dann nicht optimal arbeiten. Isst man Obst im übertriebenen Maße, kann es die Tagesbilanz ganz schön aufstocken. Eine Banane hat beispielsweise etwa 120 Kilokalorien und eine Portion Weintrauben etwa 90 Kilokalorien. Demnach kann zu viel Obst durchaus auch dick machen. Hat man allerdings den Drang zu etwas Süßem zu greifen, ist es allemal besser eine Banane oder einen Apfel zu essen, als die Tafel Schokolade herunterzuschlingen. Denn Obst hat ja bekanntlicherweise auch viele Vitamine, die unser Körper braucht um gesund und fit zu bleiben. Aber merken wir uns: Zu viel ist niemals gut! Auch nicht von Gutem!

 

Ein Apfel täglich deckt den Vitaminbedarf

Ein einziger Apfel kann niemals den kompletten Vitaminbedarf eines Tages abdecken. Der Vitaminbedarf eines Menschen ist bei weitem höher als der Vitamingehalt eines einzigen Apfels. Ein Apfel täglich ist schon mal ein schöner Ansatz, aber es sollten bestmöglich fünf Portionen Obst und Gemüse täglich verzehrt werden. Am besten wäre es, wenn man drei verschiedene Gemüsesorten und zwei verschiedene Obstsorten täglich miteinander kombiniert. Ist dies der Fall, kann man davon ausgehen, dass der Vitaminbedarf gedeckt ist.

 

Pflaumen sind gut für die Verdauung

Das Pflaumen GUT für die Verdauung sind, kann man nicht wirklich sagen. Die Verdauung mancher Menschen wird durch Pflaumen zwar angeregt, bei vielen verursachen sie jedoch unangenehme Blähungen und Bauchkrämpfe. Also ist hier Vorsicht angesagt!

Pflaumen

© just4you – www.sxc.hu

 

Bananen machen glücklich

Das stimmt nur teilweise. Es ist durchaus so, dass eine Banane Stoffe enthält, die ähnlich wie Glückshormone wirken, denn Bananen enthalten Tryptophan, ein Vorläuferstoff des Botenstoffs Serotonin. Da Serotonin ähnlich wie Endorphin wirkt, kann es durchaus eine Briese Glück bringen. Jedoch müsste man schon eine halbe Kiste voller Bananen essen, damit man von den Glückshormonen etwas merkt. Aber stopp, jetzt wird keine halbe Kiste Bananen gegessen! Denn auch hier gilt: Zu viel ist auch von Bananen zu viel.

Auf Steinobst soll man kein Wasser trinken

Kirschen

© MeiTeng – www.sxc.hu

Dies war in früheren Zeiten, als das Wasser noch eine schlechtere Qualität hatte als heute, vielleicht richtig. Damals enthielt Wasser deutlich mehr Keime, die zusammen mit viel Obst zu Magenproblemen führen konnten. Magenprobleme entstehen durch Gärungsprozesse in Magen und Darm, jedoch nur wenn Hefen oder Bakterien vorhanden sind. Diese können zusammen mit den Keimen, die sich auf der Schale des Steinobst befinden können, durchaus in den Magen gelangen und dort einen Gärungsprozess auslösen, der durch Wasser noch beschleunigt werden könnte. Eigentlich werden die Keime jedoch von der Magensäure unschädlich gemacht. Doch auch hier spielt die Größe der Portion eine wichtige Rolle. Bei normalen Portionen sollte man keine Probleme bekommen. Wäscht man dazu sein Obst vorher gründlich ab, darf man auch beruhigt das heute sehr saubere und qualitativ hochwertige Wasser im Anschluss trinken.
Hier gibt es weitere Ernährungsirrtümer:

Teil 1: Ernährungsirrtümer – Gemüse

Teil 2: Ernährungsirrtümer – Schokolade

Teil 3: Ernährungsirrtümer – Fett

Teil 4: Ernährungsirrtümer – Abnehmen

Teil 5: Ernährungsirrtümer – Getränke

Teil 6: Ernährungsirrtümer – Zucker und Süßstoff

Teil 7: Ernährungsirrtümer – Ernährung und Krankheiten

Teil 9: Ernährungsirrtümer – Mahlzeiten

Teil 10: Ernährungsirrtümer – Vitamine

Teil 11: Ernährungsirrtümer – Salz

Teil 12: Ernährungsirrtümer – Brot

Teil 13: Ernährungsirrtümer – Fleisch

 

Diesen Artikel weiterempfehlen